Junge Menschen in Luxemburg wachsen in einem kleinen, wirtschaftlich hoch entwickelten Land auf, das gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu den reichsten Ländern der Welt gehört, dessen Vermögen jedoch laut Gini-Index1 ungleich verteilt ist. Hinsichtlich der politischen Struktur vereint das Land eine parlamentarische Demokratie mit einer konstitutionellen Monarchie. Darüber hinaus ist Luxemburg als Gründungsmitglied der Europäischen Union eine aktive Größe in der europäischen und internationalen Politik. Die Wirtschaft Luxemburgs ist durch eine starke Diversifizierung gekennzeichnet, wobei der Schwerpunkt auf dem Finanzsektor, der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie dem Dienstleistungssektor liegt.
Ein besonderes Merkmal für Luxemburg ist die Vielfalt an Kulturen und Nationalitäten sowie die gelebte Mehrsprachigkeit mit den drei Landessprachen Luxemburgisch, Französisch und Deutsch. Am 1. Januar 2025 waren 681 973 Menschen in Luxemburg ansässig, von denen 47,2 % eine nicht luxemburgische Nationalität aufwiesen (STATEC, 2025b). Von 512 700 Erwerbstätigen im Jahr 2023 pendelten zudem 233 300 Nicht-Gebietsansässige aus Frankreich, Deutschland und Belgien über die Grenze zu ihrem Arbeitsplatz im Großherzogtum Luxemburg (STATEC, 2024b).
Der vorliegende Jugendbericht 2025 hat das Ziel, ein möglichst umfassendes Bild der Situation der in Luxemburg lebenden jungen Menschen zu vermitteln. In diesem Kapitel werden statistische Informationen bereitgestellt, die junge Menschen in Luxemburg übergreifend als Generation beschreiben. Darüber hinaus werden die gesellschaftlichen Kontextbedingungen dargestellt, in denen Jugendliche und junge Erwachsene in Luxemburg aufwachsen und die ihr Leben und ihre Transition ins Erwachsenenalter beeinflussen können. Die Darstellung zielt zudem darauf ab, ein tieferes Verständnis für die nachfolgenden Einschätzungen der jungen Menschen selbst in Bezug auf ihre subjektiv empfundenen Ressourcen, Einstellungen und Verhaltensweisen (siehe Kapitel 4) sowie auf ihre Erfahrungen, Einstellungen und Praktiken im Kontext von Digitalität (siehe Kapitel 5 bis 9) zu ermöglichen. Somit werden die Jugendperspektiven nicht isoliert betrachtet, sondern im Kontext der gesellschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen des Aufwachsens in Luxemburg.