Autorinnen und Autoren von Kapitel 5

Hamid Bulut, Guido Salza, Caroline Residori, Gilles Scheifer, Charlotte Haußmann und Robin Samuel

Zentrale Aussagen

Smartphones sind nahezu universell verbreitet (98 % der jungen Menschen besitzen oder teilen eins), jedoch bestehen soziale Unterschiede und Ungleichheiten beim Besitz anderer Endgeräte. So verfügen junge Menschen aus Haushalten mit hohem sozioökonomischem Status deutlich häufiger über eigene Laptops, Desktop-PCs und Tablets. Bildungseinrichtungen stellen rund 44 % der Jugendlichen digitale Geräte (Laptop und Tablets) zur Verfügung, kompensieren aber sozioökonomische Ungleichheiten nicht vollständig.

Die durchschnittliche Selbsteinschätzung digitaler Kompetenzen liegt im mittleren Bereich; besonders niedrig werden technische und operative Kompetenzen eingeschätzt. Männliche junge Menschen schätzen ihre technischen, operativen sowie Informations- und Navigationskompetenzen höher ein als weibliche. Zudem finden sich bei Jugendlichen aus Haushalten mit höherem sozioökonomischen Status (SES) höhere digitale Kompetenzen.

Streamingdienste und digitale Kommunikation dominieren das Online-Verhalten. Dagegen sind partizipative Online-Aktivitäten wie politische Teilhabe oder Inhaltserstellung wenig verbreitet; Jugendliche mit Migrationshintergrund sind hier aktiver. Junge Erwachsene (21 bis 29 Jahre) und Jugendliche mit Migrationshintergrund sind besonders aktiv in Informationsrecherche und Online-Kommunikation.

Digitale Medien werden vorrangig als nützlich für soziale Kontakte, Unterhaltung und Informationsbeschaffung wahrgenommen. Jugendliche mit Migrationshintergrund nutzen digitale Möglichkeiten zur sozialen Teilhabe intensiver. Zwei Drittel der Jugendlichen nutzen Online-Angebote für informelles Lernen; die Nutzung von KI-gestützten Tools ist insbesondere bei jüngeren Altersgruppen verbreitet.

Etwa 6 % der Jugendlichen zeigen eine problematische Nutzung der sozialen Medien, und etwa 7 % derjenigen, die in digitalen Räumen spielen, weisen eine problematische Gaming-Nutzung auf. Besonders betroffen von sexuellen Online-Anfragen sind weibliche Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahren sowie Jugendliche mit niedrigem SES. Etwa 22 % der jungen Menschen in Luxemburg berichten von Mobbingerfahrungen in der Schule, rund 10 % von Cybermobbing.