Im Rahmen der Digital Divide spielt der Zugang zu digitalen Technologien eine zentrale Rolle, da er darüber entscheidet, wer an den Chancen der Digitalisierung teilhaben kann und wer ausgeschlossen bleibt (A. van Deursen & van Dijk, 2019; van Dijk, 2005). Der Zugang zur digitalen Welt ist daher eine Grundvoraussetzung für die Teilhabe am modernen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben. Die Verfügbarkeit von digitalen Geräten wie Laptops, Tablets und Smartphones ist entscheidend, um digitale Kompetenzen zu entwickeln, an Bildungsangeboten teilzunehmen und mit anderen zu kommunizieren. Der Zugang zur digitalen Welt ist jedoch nicht immer gleich verteilt. Unterschiede und Ungleichheiten zeigen sich je nach sozioökonomischem Status, Geschlecht, Migrationshintergrund und Altersgruppe.
Dieses Unterkapitel beleuchtet zunächst, welche digitalen Endgeräte jungen Menschen zur Verfügung stehen und in welchem Umfang sie diese allein nutzen oder mit anderen teilen. Anschließend wird der Zugang zum Internet betrachtet, der eine weitere wichtige Voraussetzung für die digitale Teilhabe darstellt. Dabei werden auch Unterschiede zwischen sozialen Gruppen thematisiert, die digitale Ungleichheit begünstigen können. Der Zugang zu digitalen Geräten und zum Internet stellt die erste Stufe der Digital Divide dar (siehe Kapitel 2). Diese Kluft kennzeichnet die Unterschiede zwischen denjenigen, die über die notwendigen Ressourcen verfügen, und denjenigen, die aufgrund eines fehlenden oder eingeschränkten Zugangs möglicherweise von der digitalen Welt ausgeschlossen bleiben.